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Prävention von Herzerkrankungen

So beugen Sie Herz- und Kreislauferkrankungen wie Arteriosklerose, Herzschwäche oder Herzinfarkt vor.
Prävention von Herzerkrankungen

Das menschliche Herz

Das Herz – ein Wunderwerk der Natur

Das menschliche Herz ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Es schlägt rund 100.000 Mal am Tag und das ein Leben lang. Unser Herz teilt sich in zwei Herzhälften, die durch eine Scheidewand voneinander getrennt sind. Jede Hälfte besteht aus der Herzkammer und dem Vorhof. In den Vorhöfen wird das Blut aus den Venen gesammelt und in die Herzkammern – die eigentlichen Pumpwerke – weitergeleitet. Vorhof und Kammer sind durch Herzklappen getrennt, die das Blut nur in einer Richtung hindurch lassen. Der wichtigste Muskel in unserem Körper muss natürlich auch selbst gut durchblutet werden, damit er zuverlässig funktioniert. Diese Aufgabe übernehmen unter anderem die Herzkranzgefäße.

Warum gibt es nun zwei Herzkammern? Das ist ganz einfach. In unserem Körper gibt es zwei Blutkreisläufe: den Lungenkreislauf und den Körperkreislauf. Die rechte Herzkammer pumpt sauerstoffarmes Blut in die Lunge, wo es Kohlendioxid abgibt und Sauerstoff aufnimmt. Über die Lungenvene fließt das mit Sauerstoff angereicherte Blut zum Herzen zurück. Über den linken Vorhof gelangt es in die linke Herzkammer, die es in den Körperkreislauf pumpt, sodass es über die zahlreichen Blutgefäße alle Zellen in unserem Körper erreicht.

Todesursache Nummer 1 bei Männern und Frauen

Herzerkrankungen sind in Industrieländern die Todesursache Nummer 1 und zwar sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Das Herzinfarkt-Risiko von Frauen wurde lange Zeit zu niedrig eingeschätzt. Das lag an einseitiger Forschung und an den früher noch sehr unterschiedlichen Lebensgewohnheiten von Männern und Frauen. Bis in die 60er Jahre hinein gab es unter Männern doppelt so viele Raucher wie unter den Frauen. Rauchen ist – wie man heute weiß – Gift für Herz- und Kreislauf, weshalb in der Herzinfarkt-Statistik die Männer weit vorne lagen. So entstand das Vorurteil, das Herzinfarkt eine typische Männerkrankheit sei. Das hat sich geändert. Die Frauen haben bei ungesunden Angewohnheiten wie dem Rauchen aufgeholt. Heute rauchen 26 % aller Frauen und 31 % aller Männer.1 Die Folgen sind drastisch. Seit 2002 ist laut Erhebungen der Deutschen Herzstiftung auch bei Frauen nicht mehr Krebs die Todesursache Nummer 1, sondern Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Sterblichkeit sinkt, Erkrankungen nehmen zu

Dank des medizinischen Fortschritts ist die Sterblichkeit bei Herzerkrankungen in den letzten 50 Jahren um rund 60 % zurückgegangen.2 Leider steigt die Zahl schwerer kardiologischer Erkrankungen trotz aller Fortschritte weiter an. Rund 1,7 Mio. Patienten werden jedes Jahr wegen einer Herzerkrankung in Kliniken behandelt. Tendenz steigend. Diese erschreckende Entwicklung ist nur durch eine bessere Vorbeugung (Prävention) zu stoppen.

Wie beugt man Herzerkrankungen vor?

Es gibt zwei einfache Regeln, mit denen man Herz- und Kreislauferkrankungen wie Arteriosklerose, Herzschwäche und Herzinfarkten vorbeugen kann. Erstens: eine gesunde Lebensweise. Zweitens: regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt.

Rauchen, Übergewicht, mangelnde Bewegung und Stress im Alltag – das sind die wichtigsten Risikofaktoren, die das Herz belasten und oftmals unbemerkt zu schweren Erkrankungen führen können. Wer dem vorbeugen will, sollte also mit dem Rauchen aufhören, sich gesund ernähren, überflüssige Pfunde verlieren und sich jeden Tag ausreichend bewegen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt drei- bis fünfmal in der Woche für mindestens 30 Minuten Sport zu treiben, also den Körper intensiv zu belasten. Je nach körperlicher Konstitution und persönlicher Vorliebe können Sie Laufen, Gehen, Schwimmen oder Fahrrad fahren. Wenn Sie unsicher sind, welche Art von Bewegung für Sie vorteilhaft ist, dann fragen Sie Ihren Arzt. Er hilft Ihnen gerne weiter.

Beim Essen wird eine mediterrane Ernährung empfohlen, mit wenig Fleisch und viel frischem Gemüse. Die Deutsche Herzstiftung hat ein Kochbuch mit Rezepten veröffentlicht, die auch dem Herzen schmecken. Wenn Sie unter starkem Übergewicht leiden, fragen Sie Ihren Arzt um Rat. Er kann Ihnen eine individuell zusammengestellte Diät empfehlen und begleitet Sie fachkundig beim Abnehmen.

Unverzichtbar für eine wirkungsvolle Prävention sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt. Durch einfache Bluttests im Labor lässt sich erkennen, ob Ihre Cholesterin- oder Blutzuckerwerte erhöht sind. Cholesterin ist an der Bildung von Arteriosklerose beteiligt, der häufigsten Ursache für einen Herzinfarkt. Und wer an Diabetes erkrankt ist, hat ein erhöhtes Risiko am Herzen zu erkranken. Mit modernen Diagnosemethoden wie Herz-Ultraschall, 24-Stunden-EKG oder einer 24-Stunden-Blutdruckmessungen erkennt Ihr Arzt Unregelmäßigkeiten wie Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck. Die drei großen Risikofaktoren Bluthochdruck, Cholesterin und Blutzucker lassen sich medikamentös gut behandeln und damit als Auslöser für eine schwere Herzerkrankung weitgehend ausschalten.

Ab 35 alle drei Jahre zum Gesundheits-Checkup

Herz- und Kreislauferkrankungen entwickeln sich meistens nicht von heute auf morgen. Ein schleichender Prozess, der bereits in jungen Jahren beginnt, führt zum ersten Herzinfarkt. Mit ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen können die Gefahren rechtzeitig erkannt und gebannt werden. Deshalb werden die Kosten dafür von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen: Männer und Frauen ab 35 Jahren können alle drei Jahre einen sogenannten Gesundheits-Check-up bei Ihrem Arzt durchführen lassen. Warten Sie deshalb nicht, bis Sie erste Einschränkungen in Ihrer Gesundheit bemerken. Gehen Sie regelmäßig zum Arzt und lassen Sie die erforderlichen Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Ihr Herz wird es Ihnen danken.

1Kurzbericht Epidemiologischer Suchtsurvey 2015

2Gesundheitsbericht der OECD